Die masurischen Seen sind Teil der Ostbaltischen Seenplatte, die in der Woiwodschaft Ermland-Masuren in Polen gelegen ist. Kleine Teile des Bezirks liegen auch in den Woiwodschaften Masowien und Podlachien.

Die Gletscher der pleistozänen Eiszeit verliehen der Landschaft das charakteristische Aussehen. Viele Hügel sind Überreste von Moränen, die die bekannten Seen aufstauen.

Auch die zwei größten Seen Polens befinden sich in der masurischen Seenplatte – Śniardwy und Mamry sowie Niegocin, Nidzkie, Roś und Tałty. Insgesamt gibt es mehr als 2700 Seen in dem Gebiet.

Es durchfließen zwei Ströme die masurische Seenplatte. Sie gehören zu den Flüssen Narew und Pregola.

żegluga mazurska

Das Masurische Seenland umfasst:

  • Das Seengebiet um Olsztyn
  • Das Seengebiet im Kreis Mrągowo
  • Das Land der Großen Masurischen Seen
  • Das Seengebiet Węgorapa
  • Die Szeskie-Berge
  • Das Ełk-Seenland
  • Die Masurenebene

In der masurischen Seenplatte gibt es 114 Naturschutzgebiete.

Sie erreichen die masurische Seenplatte mit dem Zug, dem Bus und dem Auto. Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen befinden sich in Warschau, Danzig und Vilnius.

Die Verkehrsdrehkreuze der Region sind Olsztyn und Ełk. Die Masuren kann man mit den Zügen aus Warschau, Danzig und Vilnius sowie mit Bussen aus vielen polnischen Städten erreichen.

Segelrouten verbinden die zentralen Städte der Region. Radfahren und Segeln sind beliebte Fortbewegungsmittel in der Umgebung.

Hotels befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den großen masurischen Seen, darunter Giżycko, Mikołajki und Ełk. In den umliegenden Dörfern findet man auch Pensionen und Campingplätze.

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Die Wasserstraße der Masuren beginnt in Węgorzewo im Norden und endet in Pisz und ist neuerdings auch zum Segeln geeignet. Nur Boote mit niedrigem Tiefgang können bis nach Pisz auf dem Fluss Pisa durchfahren.

Wetter in Masuren

Die Masuren haben ein gemäßigtes Klima mit kalten Wintern und warmen Sommern. Das Wetter ist in der Regel etwas kühler als in anderen Teilen Polens. Regelmäßig fällt dort im Winter Schnee. Die masurischen Seen sind oft von Dezember bis Ende Februar zugefroren. Im Frühling ist es meist nass, während die Sommer im Allgemeinen trockener sind.

Das beste Segel-Wetter ist in Masuren von Anfang Mai bis Ende September. In der wärmsten Zeit – Juli und August – klettern die Temperaturen auf bis zu 22 °C am Tag und 15 °C in der Nacht.

Man sollte nicht vergessen, dass im Juni auch Regen und kühlere Tage möglich sind. Im Juli und August herrschen hohe Temperaturen, viel Sonnenschein und ein warmer Wind. Das Wetter wird von Jahr zu Jahr merklich wärmer.

Bitte beachten Sie, dass es vor einigen Jahren im Mai sogar geschneit hat. Bei der Vorbereitung auf das Segeln in Masuren ist also die Überprüfung der Wettervorhersage essentiell. Trotzdem ist es besser, auf Wetteränderungen vorbereitet zu sein.

Nun zu den Seen. Schön, einladend, groß und klein, flach und tief. Manchmal können sie sogar gefährlich sein, aber mit ein wenig Aufmerksamkeit, steht der masurischen Idylle nichts im Wege.

In Masuren wurde ein System für Wetterwarnungen eingeführt. Insgesamt 17 Masten an den wichtigsten Segelrouten informieren über bevorstehende Wetterveränderungen.

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Was sollte man zum Segeln in den masurischen Seen mitnehmen?

Zuallererst müssen Sie bedenken, dass sich die Temperatur auf dem Wasser kühler anfühlt, als sie in Wirklichkeit ist. Daher sollten Sie sich mit Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor eindecken. Andererseits sind so manche Sommernächte in Masuren ziemlich frisch.

Was noch?

Ein Mittel gegen Zecken und Mücken, Genehmigungen, feste Schuhe (in den meisten masurischen Städten gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel), eine Kamera – die Natur in Masuren ist wirklich beeindruckend – sowie warme und dünne Kleidung.

Segeln in Masuren

Es gibt viele Orte in Masuren, an denen Sie ablegen können. Im Hafen von Giżycko können Sie beispielsweise eine Kreuzfahrt Richtung Süden nach Mikołajki oder nach Norden nach Węgorzewo unternehmen.

Natur- und Geschichtsliebhaber sollten unbedingt die Insel der Kormorane besuchen. Die Route führt entlang der südlichen Gewässer des Mamry-Sees zum Naturschutzgebiet Dobskie-See. Ziel ist die Insel Wysoki Ostrów – eine Brutkolonie von Kormoranen und Reihern und gleichzeitig ein Relikt einer alten preußischen Wasserburg.

Es lohnt sich, den Tag auf den Großen Masurischen Seen zu verbringen – ein landschaftliches und ornithologisches Abenteuer zwischen den malerischen Inseln des Kisajno-Sees, die allesamt Naturschutzgebiete sind.

Die Natur bei den masurischen Seen ist wirklich wunderschön. Sollte das Segeln aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, so bieten sich auch Spaziergänge und das Ausleihen eines Fahrrads zum Erkunden an.